Aktueller Preis
0.1729 €/kWh
22:30 - 22:45
Mindestpreis
0.0011 €/kWh
13:45 - 14:00
Durchschnittlicher Preis
0.1284 €/kWh
00:00 - 24:00
Maximaler Preis
0.3326 €/kWh
20:45 - 21:00

Strompreise - Niederlande

Diese Tabelle/dieses Diagramm zeigt die Preise der EPEX Spotbörse für die Gebotszone Niederlande im Day-Ahead-Markt, angegeben in lokaler Zeit (Europe/Amsterdam)
Zeitraum Heute
€/kWh
Morgen
€/kWh
00:00 - 00:15 0.2001 0.1512
00:15 - 00:30 0.1710 0.1488
00:30 - 00:45 0.1538 0.1414
00:45 - 01:00 0.1518 0.1314
01:00 - 01:15 0.1626 0.1362
01:15 - 01:30 0.1557 0.1309
01:30 - 01:45 0.1500 0.1289
01:45 - 02:00 0.1434 0.1216
02:00 - 02:15 0.1495 0.1254
02:15 - 02:30 0.1407 0.1190
02:30 - 02:45 0.1391 0.1192
02:45 - 03:00 0.1375 0.1188
03:00 - 03:15 0.1425 0.1240
03:15 - 03:30 0.1395 0.1188
03:30 - 03:45 0.1380 0.1185
03:45 - 04:00 0.1379 0.1187
04:00 - 04:15 0.1365 0.1224
04:15 - 04:30 0.1400 0.1210
04:30 - 04:45 0.1394 0.1195
04:45 - 05:00 0.1383 0.1228
05:00 - 05:15 0.1374 0.1251
05:15 - 05:30 0.1378 0.1253
05:30 - 05:45 0.1411 0.1296
05:45 - 06:00 0.1456 0.1343
06:00 - 06:15 0.1609 0.1436
06:15 - 06:30 0.1697 0.1527
06:30 - 06:45 0.1612 0.1516
06:45 - 07:00 0.1532 0.1415
07:00 - 07:15 0.1747 0.1568
07:15 - 07:30 0.1552 0.1471
07:30 - 07:45 0.1400 0.1271
07:45 - 08:00 0.1168 0.1192
08:00 - 08:15 0.1413 0.1377
08:15 - 08:30 0.1265 0.1222
08:30 - 08:45 0.1125 0.1120
08:45 - 09:00 0.0979 0.1000
09:00 - 09:15 0.1213 0.1182
09:15 - 09:30 0.1123 0.1053
09:30 - 09:45 0.1038 0.1040
09:45 - 10:00 0.0828 0.0949
10:00 - 10:15 0.1105 0.1120
10:15 - 10:30 0.0969 0.1044
10:30 - 10:45 0.0800 0.0880
10:45 - 11:00 0.0570 0.0697
11:00 - 11:15 0.0885 0.0888
11:15 - 11:30 0.0584 0.0747
11:30 - 11:45 0.0341 0.0637
11:45 - 12:00 0.0248 0.0498
12:00 - 12:15 0.0277 0.0338
12:15 - 12:30 0.0249 0.0251
12:30 - 12:45 0.0102 0.0215
12:45 - 13:00 0.0241 0.0344
13:00 - 13:15 0.0222 0.0056
13:15 - 13:30 0.0145 0.0127
13:30 - 13:45 0.0058 0.0100
13:45 - 14:00 0.0011 0.0117
14:00 - 14:15 0.0122 0.0231
14:15 - 14:30 0.0063 0.0330
14:30 - 14:45 0.0130 0.0400
14:45 - 15:00 0.0153 0.0401
15:00 - 15:15 0.0213 0.0502
15:15 - 15:30 0.0498 0.0655
15:30 - 15:45 0.0647 0.0805
15:45 - 16:00 0.0843 0.0931
16:00 - 16:15 0.0632 0.0690
16:15 - 16:30 0.0781 0.0834
16:30 - 16:45 0.0925 0.1014
16:45 - 17:00 0.1131 0.1209
17:00 - 17:15 0.0786 0.0860
17:15 - 17:30 0.1072 0.1091
17:30 - 17:45 0.1097 0.1180
17:45 - 18:00 0.1238 0.1340
18:00 - 18:15 0.0915 0.0938
18:15 - 18:30 0.1135 0.1353
18:30 - 18:45 0.1413 0.1609
18:45 - 19:00 0.1925 0.2121
19:00 - 19:15 0.1381 0.1599
19:15 - 19:30 0.1715 0.1931
19:30 - 19:45 0.2106 0.2493
19:45 - 20:00 0.2978 0.3774
20:00 - 20:15 0.2419 0.2598
20:15 - 20:30 0.2958 0.3423
20:30 - 20:45 0.3219 0.4074
20:45 - 21:00 0.3326 0.4146
21:00 - 21:15 0.2951 0.4127
21:15 - 21:30 0.2645 0.3401
21:30 - 21:45 0.2501 0.2501
21:45 - 22:00 0.1968 0.1947
22:00 - 22:15 0.2215 0.2586
22:15 - 22:30 0.2030 0.2059
22:30 - 22:45 0.1729 0.1850
22:45 - 23:00 0.1595 0.1613
23:00 - 23:15 0.1757 0.1765
23:15 - 23:30 0.1686 0.1575
23:30 - 23:45 0.1488 0.1459
23:45 - 00:00 0.1465 0.1396


Der niederländische Strommarkt

Die Niederlande erleben einen tiefgreifenden Wandel in ihrer Stromlandschaft. Während das Land seine Ziele im Bereich der sauberen Energie beschleunigt, spüren sowohl private als auch gewerbliche Verbraucher spürbare Veränderungen bei der Stromerzeugung, -bepreisung und -lieferung. Zwischen 2023 und 2025 wird der niederländische Markt grüner, dynamischer und zunehmend technologiegetrieben. Das sollten Sie wissen.


Ein sich wandelnder Energiemix

Traditionell stark vom Erdgas abhängig, vollziehen die Niederlande eine schnelle Wende hin zu erneuerbaren Energien. Im Jahr 2023 stammten fast 50 % des gesamten Stroms aus erneuerbaren Quellen – ein Anstieg gegenüber 40 % im Jahr zuvor. Die größten Treiber dieses Wandels? Wind- und Solarenergie.

Windenergie führte die Entwicklung an und erzeugte 2023 rund 29 Milliarden kWh – ein Anstieg von 35 % gegenüber 2022. Die Solarenergie lag mit etwa 21 Milliarden kWh knapp dahinter – ein Plus von 24 % gegenüber dem Vorjahr. Biomasse trug einen kleineren, aber stabilen Anteil von etwa 6 % bei.

Dieser Anstieg an grüner Energie ermöglichte es den Niederlanden, ihren Kohleverbrauch um 38 % zu senken (2023) und die Emissionen aus der Stromerzeugung um 22 % zu reduzieren. Anfang 2024 erreichte das Land bereits einen neuen Meilenstein: Über 50 % der Stromproduktion stammten im ersten Halbjahr aus erneuerbaren Quellen. Der Ausbau von Offshore-Windkraft und Solaranlagen auf Dächern dürfte diesen Anteil bis 2025 weiter steigern.


Strompreise: Was steht auf Ihrer Rechnung?

Die Strompreise in den Niederlanden setzen sich aus drei Hauptkomponenten zusammen:

  1. Energielieferkosten – Die tatsächlichen Stromkosten, bestimmt durch Großhandelspreise und Lieferantenmargen. Diese machen etwa 40 % einer typischen Haushaltsrechnung aus.
  2. Netzgebühren – Regulierte Gebühren für die Nutzung des Übertragungs- und Verteilnetzes. Sie machen 20–25 % der Rechnung aus und werden von Netzbetreibern wie TenneT und regionalen Verteilern festgelegt.
  3. Steuern und Mehrwertsteuer – Die Energiesteuer (Energiebelasting) wird pro kWh erhoben, die Mehrwertsteuer (21 %) wird auf nahezu alles aufgeschlagen. Zusammen können sie 35–40 % des Gesamtpreises ausmachen.

Haushalte erhalten eine jährliche Steuervergütung (etwa 500 € im Jahr 2023), die steigende Energiepreise etwas abfedert. Unternehmen profitieren hingegen nicht von dieser Vergünstigung und zahlen bei höherem Verbrauch meist niedrigere Steuersätze pro kWh.

Um Verbraucher 2023 vor hohen Preisen zu schützen, deckelte die niederländische Regierung den Strompreis vorübergehend auf 0,40 €/kWh für die ersten 2.900 kWh. Diese Regelung lief 2024 aus, da sich die Großhandelspreise stabilisierten.


Dynamische Tarife: Der Aufstieg der Echtzeitpreise

Eine stille Revolution verändert die Art, wie Strom verkauft wird. Dynamische Tarife – bei denen sich die Strompreise stündlich nach dem Großhandelsmarkt richten – haben sich in nur wenigen Jahren vom Nischenprodukt zum Mainstream entwickelt.

Dank des flächendeckenden Rollouts von Smart Metern kann mittlerweile fast jeder niederländische Haushalt dynamische Verträge abschließen. Im Gegensatz zu festen oder variablen Tarifen ermöglichen dynamische Preise es den Verbrauchern, ihren Stromverbrauch an aktuelle Preissignale anzupassen – z. B. das Laden von E-Autos nachts, Wäschewaschen an sonnigen Nachmittagen oder das Vermeiden stromintensiver Geräte während Spitzenzeiten.

Bis Ende 2024 hatten rund 423.000 Haushalte – etwa 6 % – dynamische Tarife übernommen, ein starker Anstieg gegenüber 150.000 Anfang 2023. Der Trend dürfte sich fortsetzen: Neue Gesetze könnten alle Anbieter bis 2025 zur Bereitstellung dynamischer Optionen verpflichten.

Auch Unternehmen ziehen nach. Vattenfall etwa führte 2024 dynamische Tarife für KMU ein und ermöglicht es Unternehmern so, durch flexible Nutzung Energie zu sparen.


Wer bietet dynamische Energie an?

Mit steigender Nachfrage nach dynamischen Verträgen reagieren Anbieter mit innovativen Angeboten. Hier sind einige der führenden Akteure:

  • ANWB Energie: Unterstützt vom niederländischen Automobilclub, wurde ANWB schnell Marktführer bei dynamischen Verträgen. Es bietet stündliche Strom- und tägliche Gastarife über die EnergyZero-Plattform an.

  • Eneco: Als eines der „großen Drei“-Versorgungsunternehmen brachte Eneco Ende 2023 seinen dynamischen Tarif auf den Markt. Kunden können zwischen dynamischem Strom und festen oder dynamischen Gastarifen wählen. Eneco ist zudem einer der wenigen Anbieter, die diese Option auch Haushalten mit Solaranlagen anbieten.

  • Zonneplan: Ursprünglich ein Solarunternehmen, ist Zonneplan heute ein Anbieter dynamischer Energie mit auf Solaranlagen abgestimmten Funktionen – etwa ohne Einspeisesanktionen und mit intelligenter App-Steuerung.

  • NextEnergy & Frank Energie: Diese Digital-First-Unternehmen konzentrieren sich ausschließlich auf dynamische Preise und bieten ultratransparente Tarife und elegante Apps für Haushalte, die volle Kontrolle über ihre Stromrechnung wünschen.

  • Vandebron: Ein Pionier im Bereich grüner Energie. Der dynamische Tarif von Vandebron stammt zu 100 % aus lokalen erneuerbaren Quellen und spricht umweltbewusste Nutzer an.

  • Tibber: Ein nordischer Newcomer mit Technikfokus. Tibber integriert sich in Smart-Home-Geräte und bietet stündliche Preise ohne kWh-Aufschlag – nur eine monatliche Grundgebühr.

  • Budget Energie: Bekannt für günstige Preise. Der dynamische Tarif von Budget liegt oft unter dem Marktniveau und ist bei preissensiblen Verbrauchern beliebt.

Weitere bekannte Namen sind EasyEnergy, Centraal Beheer und Engie – alle mit Varianten dynamischer Preisgestaltung.


Warum auf dynamisch umstellen?

Dynamische Preise sind nicht nur eine Möglichkeit zu sparen – sie sind auch ein Schritt hin zu einem intelligenteren, grüneren Stromnetz. Wenn Verbraucher ihren Stromverbrauch auf Zeiten mit überschüssiger erneuerbarer Energie (z. B. sonnige Mittage oder windige Nächte) verlagern, helfen sie dabei, das Netz auszubalancieren und den Einsatz fossiler Reservekraftwerke zu reduzieren.

Zwischen 2023 und 2024 gab es mehrere Fälle von null oder sogar negativen Strompreisen, bei denen Kunden mit dynamischen Verträgen im Grunde Geld dafür bekamen, Strom zu verbrauchen. Diese Möglichkeit gibt es bei Festpreistarifen schlichtweg nicht.

Dennoch ist dynamisches Pricing nicht für jeden geeignet. Wer seinen Verbrauch nicht verlagern kann oder Preissicherheit bevorzugt, ist mit einem klassischen Vertrag möglicherweise besser bedient. Doch für alle, die bereit sind, ihr Verhalten anzupassen – oder dies über Smart-Tech zu automatisieren – können die Einsparungen erheblich sein.


Ein Blick in die Zukunft

Im Laufe des Jahres 2025 wird der niederländische Strommarkt noch flexibler, transparenter und grüner werden. Mit wachsender Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, der Verbreitung intelligenter Technologien und immer mehr Werkzeugen für Verbraucher zur Energieverwaltung bereiten die Niederlande den Weg in eine moderne Energiezukunft.

Dynamisches Pricing steht im Zentrum dieses Wandels. Es gibt Verbrauchern die Kontrolle über ihren Verbrauch, senkt die Kosten und unterstützt den Übergang zu einem CO₂-armen Stromsystem. Ob Haushalt oder Unternehmen – jetzt ist die Zeit, sich mit der Zukunft zu verbinden.