Aktueller Preis
0.1579 €/kWh
15:15 - 15:30
Mindestpreis
0.0977 €/kWh
05:00 - 05:15
Durchschnittlicher Preis
0.1390 €/kWh
00:00 - 24:00
Maximaler Preis
0.2107 €/kWh
17:30 - 17:45

Strompreise - Niederlande

Diese Tabelle/dieses Diagramm zeigt die Preise der EPEX Spotbörse für die Gebotszone Niederlande im Day-Ahead-Markt, angegeben in lokaler Zeit (Europe/Amsterdam)
Zeitraum Heute
€/kWh
Morgen
€/kWh
00:00 - 00:15 0.1048 0.0919
00:15 - 00:30 0.1016 0.0924
00:30 - 00:45 0.0999 0.0925
00:45 - 01:00 0.0983 0.0925
01:00 - 01:15 0.1002 0.0947
01:15 - 01:30 0.1011 0.0918
01:30 - 01:45 0.1009 0.0916
01:45 - 02:00 0.0996 0.0921
02:00 - 02:15 0.1021 0.0905
02:15 - 02:30 0.1010 0.0910
02:30 - 02:45 0.1002 0.0909
02:45 - 03:00 0.1000 0.0893
03:00 - 03:15 0.1005 0.0925
03:15 - 03:30 0.1005 0.0908
03:30 - 03:45 0.1002 0.0908
03:45 - 04:00 0.1005 0.0907
04:00 - 04:15 0.0995 0.0954
04:15 - 04:30 0.1002 0.0953
04:30 - 04:45 0.1005 0.0933
04:45 - 05:00 0.1004 0.0925
05:00 - 05:15 0.0977 0.0954
05:15 - 05:30 0.0999 0.0907
05:30 - 05:45 0.1001 0.0924
05:45 - 06:00 0.1101 0.0983
06:00 - 06:15 0.1074 0.0822
06:15 - 06:30 0.1219 0.0889
06:30 - 06:45 0.1298 0.0985
06:45 - 07:00 0.1434 0.1137
07:00 - 07:15 0.1423 0.0838
07:15 - 07:30 0.1573 0.1061
07:30 - 07:45 0.1708 0.1860
07:45 - 08:00 0.1728 0.2395
08:00 - 08:15 0.1764 0.1600
08:15 - 08:30 0.1845 0.2289
08:30 - 08:45 0.1771 0.1954
08:45 - 09:00 0.1650 0.1624
09:00 - 09:15 0.1902 0.2260
09:15 - 09:30 0.1710 0.1718
09:30 - 09:45 0.1519 0.1523
09:45 - 10:00 0.1347 0.1086
10:00 - 10:15 0.1569 0.1632
10:15 - 10:30 0.1395 0.1240
10:30 - 10:45 0.1281 0.1010
10:45 - 11:00 0.1194 0.0929
11:00 - 11:15 0.1255 0.1048
11:15 - 11:30 0.1191 0.0946
11:30 - 11:45 0.1186 0.0916
11:45 - 12:00 0.1167 0.0907
12:00 - 12:15 0.1177 0.0908
12:15 - 12:30 0.1100 0.0865
12:30 - 12:45 0.1155 0.0891
12:45 - 13:00 0.1201 0.0920
13:00 - 13:15 0.1190 0.0907
13:15 - 13:30 0.1213 0.0917
13:30 - 13:45 0.1259 0.0918
13:45 - 14:00 0.1338 0.0916
14:00 - 14:15 0.1207 0.0842
14:15 - 14:30 0.1390 0.0931
14:30 - 14:45 0.1473 0.0986
14:45 - 15:00 0.1681 0.1367
15:00 - 15:15 0.1350 0.0751
15:15 - 15:30 0.1579 0.0994
15:30 - 15:45 0.1714 0.1354
15:45 - 16:00 0.2005 0.2016
16:00 - 16:15 0.1653 0.1001
16:15 - 16:30 0.1869 0.1405
16:30 - 16:45 0.1991 0.1894
16:45 - 17:00 0.2044 0.2500
17:00 - 17:15 0.1844 0.2267
17:15 - 17:30 0.2080 0.2485
17:30 - 17:45 0.2107 0.2439
17:45 - 18:00 0.2059 0.2166
18:00 - 18:15 0.2071 0.2102
18:15 - 18:30 0.1919 0.1873
18:30 - 18:45 0.1988 0.1701
18:45 - 19:00 0.1997 0.1485
19:00 - 19:15 0.1931 0.1843
19:15 - 19:30 0.1835 0.1325
19:30 - 19:45 0.1777 0.1171
19:45 - 20:00 0.1704 0.1033
20:00 - 20:15 0.1665 0.1611
20:15 - 20:30 0.1592 0.1231
20:30 - 20:45 0.1568 0.1110
20:45 - 21:00 0.1440 0.1048
21:00 - 21:15 0.1405 0.1400
21:15 - 21:30 0.1383 0.1184
21:30 - 21:45 0.1347 0.1049
21:45 - 22:00 0.1268 0.0923
22:00 - 22:15 0.1314 0.1238
22:15 - 22:30 0.1277 0.1141
22:30 - 22:45 0.1265 0.1033
22:45 - 23:00 0.1199 0.0901
23:00 - 23:15 0.1209 0.1100
23:15 - 23:30 0.1102 0.0999
23:30 - 23:45 0.1046 0.0929
23:45 - 00:00 0.1043 0.0921


Der niederländische Strommarkt

Die Niederlande erleben einen tiefgreifenden Wandel in ihrer Stromlandschaft. Während das Land seine Ziele im Bereich der sauberen Energie beschleunigt, spüren sowohl private als auch gewerbliche Verbraucher spürbare Veränderungen bei der Stromerzeugung, -bepreisung und -lieferung. Zwischen 2023 und 2025 wird der niederländische Markt grüner, dynamischer und zunehmend technologiegetrieben. Das sollten Sie wissen.


Ein sich wandelnder Energiemix

Traditionell stark vom Erdgas abhängig, vollziehen die Niederlande eine schnelle Wende hin zu erneuerbaren Energien. Im Jahr 2023 stammten fast 50 % des gesamten Stroms aus erneuerbaren Quellen – ein Anstieg gegenüber 40 % im Jahr zuvor. Die größten Treiber dieses Wandels? Wind- und Solarenergie.

Windenergie führte die Entwicklung an und erzeugte 2023 rund 29 Milliarden kWh – ein Anstieg von 35 % gegenüber 2022. Die Solarenergie lag mit etwa 21 Milliarden kWh knapp dahinter – ein Plus von 24 % gegenüber dem Vorjahr. Biomasse trug einen kleineren, aber stabilen Anteil von etwa 6 % bei.

Dieser Anstieg an grüner Energie ermöglichte es den Niederlanden, ihren Kohleverbrauch um 38 % zu senken (2023) und die Emissionen aus der Stromerzeugung um 22 % zu reduzieren. Anfang 2024 erreichte das Land bereits einen neuen Meilenstein: Über 50 % der Stromproduktion stammten im ersten Halbjahr aus erneuerbaren Quellen. Der Ausbau von Offshore-Windkraft und Solaranlagen auf Dächern dürfte diesen Anteil bis 2025 weiter steigern.


Strompreise: Was steht auf Ihrer Rechnung?

Die Strompreise in den Niederlanden setzen sich aus drei Hauptkomponenten zusammen:

  1. Energielieferkosten – Die tatsächlichen Stromkosten, bestimmt durch Großhandelspreise und Lieferantenmargen. Diese machen etwa 40 % einer typischen Haushaltsrechnung aus.
  2. Netzgebühren – Regulierte Gebühren für die Nutzung des Übertragungs- und Verteilnetzes. Sie machen 20–25 % der Rechnung aus und werden von Netzbetreibern wie TenneT und regionalen Verteilern festgelegt.
  3. Steuern und Mehrwertsteuer – Die Energiesteuer (Energiebelasting) wird pro kWh erhoben, die Mehrwertsteuer (21 %) wird auf nahezu alles aufgeschlagen. Zusammen können sie 35–40 % des Gesamtpreises ausmachen.

Haushalte erhalten eine jährliche Steuervergütung (etwa 500 € im Jahr 2023), die steigende Energiepreise etwas abfedert. Unternehmen profitieren hingegen nicht von dieser Vergünstigung und zahlen bei höherem Verbrauch meist niedrigere Steuersätze pro kWh.

Um Verbraucher 2023 vor hohen Preisen zu schützen, deckelte die niederländische Regierung den Strompreis vorübergehend auf 0,40 €/kWh für die ersten 2.900 kWh. Diese Regelung lief 2024 aus, da sich die Großhandelspreise stabilisierten.


Dynamische Tarife: Der Aufstieg der Echtzeitpreise

Eine stille Revolution verändert die Art, wie Strom verkauft wird. Dynamische Tarife – bei denen sich die Strompreise stündlich nach dem Großhandelsmarkt richten – haben sich in nur wenigen Jahren vom Nischenprodukt zum Mainstream entwickelt.

Dank des flächendeckenden Rollouts von Smart Metern kann mittlerweile fast jeder niederländische Haushalt dynamische Verträge abschließen. Im Gegensatz zu festen oder variablen Tarifen ermöglichen dynamische Preise es den Verbrauchern, ihren Stromverbrauch an aktuelle Preissignale anzupassen – z. B. das Laden von E-Autos nachts, Wäschewaschen an sonnigen Nachmittagen oder das Vermeiden stromintensiver Geräte während Spitzenzeiten.

Bis Ende 2024 hatten rund 423.000 Haushalte – etwa 6 % – dynamische Tarife übernommen, ein starker Anstieg gegenüber 150.000 Anfang 2023. Der Trend dürfte sich fortsetzen: Neue Gesetze könnten alle Anbieter bis 2025 zur Bereitstellung dynamischer Optionen verpflichten.

Auch Unternehmen ziehen nach. Vattenfall etwa führte 2024 dynamische Tarife für KMU ein und ermöglicht es Unternehmern so, durch flexible Nutzung Energie zu sparen.


Wer bietet dynamische Energie an?

Mit steigender Nachfrage nach dynamischen Verträgen reagieren Anbieter mit innovativen Angeboten. Hier sind einige der führenden Akteure:

  • ANWB Energie: Unterstützt vom niederländischen Automobilclub, wurde ANWB schnell Marktführer bei dynamischen Verträgen. Es bietet stündliche Strom- und tägliche Gastarife über die EnergyZero-Plattform an.

  • Eneco: Als eines der „großen Drei“-Versorgungsunternehmen brachte Eneco Ende 2023 seinen dynamischen Tarif auf den Markt. Kunden können zwischen dynamischem Strom und festen oder dynamischen Gastarifen wählen. Eneco ist zudem einer der wenigen Anbieter, die diese Option auch Haushalten mit Solaranlagen anbieten.

  • Zonneplan: Ursprünglich ein Solarunternehmen, ist Zonneplan heute ein Anbieter dynamischer Energie mit auf Solaranlagen abgestimmten Funktionen – etwa ohne Einspeisesanktionen und mit intelligenter App-Steuerung.

  • NextEnergy & Frank Energie: Diese Digital-First-Unternehmen konzentrieren sich ausschließlich auf dynamische Preise und bieten ultratransparente Tarife und elegante Apps für Haushalte, die volle Kontrolle über ihre Stromrechnung wünschen.

  • Vandebron: Ein Pionier im Bereich grüner Energie. Der dynamische Tarif von Vandebron stammt zu 100 % aus lokalen erneuerbaren Quellen und spricht umweltbewusste Nutzer an.

  • Tibber: Ein nordischer Newcomer mit Technikfokus. Tibber integriert sich in Smart-Home-Geräte und bietet stündliche Preise ohne kWh-Aufschlag – nur eine monatliche Grundgebühr.

  • Budget Energie: Bekannt für günstige Preise. Der dynamische Tarif von Budget liegt oft unter dem Marktniveau und ist bei preissensiblen Verbrauchern beliebt.

Weitere bekannte Namen sind EasyEnergy, Centraal Beheer und Engie – alle mit Varianten dynamischer Preisgestaltung.


Warum auf dynamisch umstellen?

Dynamische Preise sind nicht nur eine Möglichkeit zu sparen – sie sind auch ein Schritt hin zu einem intelligenteren, grüneren Stromnetz. Wenn Verbraucher ihren Stromverbrauch auf Zeiten mit überschüssiger erneuerbarer Energie (z. B. sonnige Mittage oder windige Nächte) verlagern, helfen sie dabei, das Netz auszubalancieren und den Einsatz fossiler Reservekraftwerke zu reduzieren.

Zwischen 2023 und 2024 gab es mehrere Fälle von null oder sogar negativen Strompreisen, bei denen Kunden mit dynamischen Verträgen im Grunde Geld dafür bekamen, Strom zu verbrauchen. Diese Möglichkeit gibt es bei Festpreistarifen schlichtweg nicht.

Dennoch ist dynamisches Pricing nicht für jeden geeignet. Wer seinen Verbrauch nicht verlagern kann oder Preissicherheit bevorzugt, ist mit einem klassischen Vertrag möglicherweise besser bedient. Doch für alle, die bereit sind, ihr Verhalten anzupassen – oder dies über Smart-Tech zu automatisieren – können die Einsparungen erheblich sein.


Ein Blick in die Zukunft

Im Laufe des Jahres 2025 wird der niederländische Strommarkt noch flexibler, transparenter und grüner werden. Mit wachsender Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, der Verbreitung intelligenter Technologien und immer mehr Werkzeugen für Verbraucher zur Energieverwaltung bereiten die Niederlande den Weg in eine moderne Energiezukunft.

Dynamisches Pricing steht im Zentrum dieses Wandels. Es gibt Verbrauchern die Kontrolle über ihren Verbrauch, senkt die Kosten und unterstützt den Übergang zu einem CO₂-armen Stromsystem. Ob Haushalt oder Unternehmen – jetzt ist die Zeit, sich mit der Zukunft zu verbinden.