Aktueller Preis
0.0639 €/kWh
13:00 - 13:15
Mindestpreis
0.0639 €/kWh
13:00 - 13:15
Durchschnittlicher Preis
0.1358 €/kWh
00:00 - 24:00
Maximaler Preis
0.2596 €/kWh
17:45 - 18:00

Strompreise - Deutschland

Diese Tabelle/dieses Diagramm zeigt die Preise der EPEX Spotbörse für die Gebotszone Deutschland im Day-Ahead-Markt, angegeben in lokaler Zeit (Europe/Berlin)
Zeitraum Heute
€/kWh
Morgen
€/kWh
00:00 - 00:15 0.1215 0.1464
00:15 - 00:30 0.1145 0.1403
00:30 - 00:45 0.1128 0.1344
00:45 - 01:00 0.1076 0.1293
01:00 - 01:15 0.1116 0.1382
01:15 - 01:30 0.1097 0.1339
01:30 - 01:45 0.1087 0.1335
01:45 - 02:00 0.1072 0.1331
02:00 - 02:15 0.1089 0.1336
02:15 - 02:30 0.1078 0.1333
02:30 - 02:45 0.1099 0.1329
02:45 - 03:00 0.1100 0.1322
03:00 - 03:15 0.1100 0.1322
03:15 - 03:30 0.1104 0.1320
03:30 - 03:45 0.1104 0.1318
03:45 - 04:00 0.1111 0.1316
04:00 - 04:15 0.1130 0.1319
04:15 - 04:30 0.1126 0.1323
04:30 - 04:45 0.1161 0.1356
04:45 - 05:00 0.1238 0.1369
05:00 - 05:15 0.1129 0.1325
05:15 - 05:30 0.1260 0.1403
05:30 - 05:45 0.1423 0.1487
05:45 - 06:00 0.1668 0.1597
06:00 - 06:15 0.1409 0.1513
06:15 - 06:30 0.1530 0.1738
06:30 - 06:45 0.1793 0.1800
06:45 - 07:00 0.1825 0.1939
07:00 - 07:15 0.2183 0.2147
07:15 - 07:30 0.2175 0.2201
07:30 - 07:45 0.1805 0.2254
07:45 - 08:00 0.1500 0.2307
08:00 - 08:15 0.2275 0.2049
08:15 - 08:30 0.1583 0.1792
08:30 - 08:45 0.1468 0.1604
08:45 - 09:00 0.1178 0.1411
09:00 - 09:15 0.1601 0.1584
09:15 - 09:30 0.1296 0.1412
09:30 - 09:45 0.1163 0.1253
09:45 - 10:00 0.1024 0.1087
10:00 - 10:15 0.1161 0.1339
10:15 - 10:30 0.1068 0.1197
10:30 - 10:45 0.0944 0.1054
10:45 - 11:00 0.0872 0.0912
11:00 - 11:15 0.0904 0.1053
11:15 - 11:30 0.0850 0.0959
11:30 - 11:45 0.0786 0.0953
11:45 - 12:00 0.0702 0.0840
12:00 - 12:15 0.0696 0.0882
12:15 - 12:30 0.0678 0.0888
12:30 - 12:45 0.0673 0.0823
12:45 - 13:00 0.0661 0.0784
13:00 - 13:15 0.0639 0.0798
13:15 - 13:30 0.0648 0.0818
13:30 - 13:45 0.0684 0.0850
13:45 - 14:00 0.0721 0.0898
14:00 - 14:15 0.0660 0.0735
14:15 - 14:30 0.0795 0.0913
14:30 - 14:45 0.0846 0.0994
14:45 - 15:00 0.0955 0.1070
15:00 - 15:15 0.0916 0.0915
15:15 - 15:30 0.1020 0.1091
15:30 - 15:45 0.1161 0.1202
15:45 - 16:00 0.1423 0.1372
16:00 - 16:15 0.1009 0.1098
16:15 - 16:30 0.1373 0.1304
16:30 - 16:45 0.1506 0.1520
16:45 - 17:00 0.1850 0.1732
17:00 - 17:15 0.1271 0.1415
17:15 - 17:30 0.1618 0.1711
17:30 - 17:45 0.1995 0.1989
17:45 - 18:00 0.2596 0.2540
18:00 - 18:15 0.2260 0.2268
18:15 - 18:30 0.2487 0.2385
18:30 - 18:45 0.2508 0.2368
18:45 - 19:00 0.2504 0.2405
19:00 - 19:15 0.2481 0.2428
19:15 - 19:30 0.2181 0.2286
19:30 - 19:45 0.2178 0.2037
19:45 - 20:00 0.2056 0.1751
20:00 - 20:15 0.2178 0.1916
20:15 - 20:30 0.1952 0.1738
20:30 - 20:45 0.1606 0.1560
20:45 - 21:00 0.1501 0.1382
21:00 - 21:15 0.1700 0.1442
21:15 - 21:30 0.1572 0.1402
21:30 - 21:45 0.1467 0.1362
21:45 - 22:00 0.1347 0.1321
22:00 - 22:15 0.1551 0.1382
22:15 - 22:30 0.1447 0.1341
22:30 - 22:45 0.1431 0.1299
22:45 - 23:00 0.1302 0.1249
23:00 - 23:15 0.1391 0.1226
23:15 - 23:30 0.1344 0.1176
23:30 - 23:45 0.1280 0.1112
23:45 - 00:00 0.1293 0.1044


Deutschlands sich wandelnder Strommarkt

Deutschlands Energiesektor befindet sich im rasanten Wandel – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit der endgültigen Abschaltung der Atomkraftwerke im Jahr 2023 und dem kometenhaften Aufstieg der erneuerbaren Energien steuert das Land entschlossen in eine CO₂-arme Zukunft. Werfen wir einen Blick darauf, was diesen Wandel antreibt und was er für Haushalte, Unternehmen und den Energiemarkt bedeutet.

☀️ Von Kohle zu sauber: Ein Wandel der Energiequellen

2023 war ein historisches Jahr: Deutschland verabschiedete sich endgültig von der Kernenergie. An ihre Stelle treten nun erneuerbare Energien wie Wind- und Solarstrom. Bis 2024 stammten über 60 % der öffentlichen Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen – angeführt von der Windkraft (vor allem an Land), gefolgt vom rasanten Wachstum der Solarenergie.

Doch ganz ohne fossile Brennstoffe geht es noch nicht. Braunkohle und Steinkohle spielen weiterhin eine Rolle, auch wenn ihr Anteil stetig sinkt. Gaskraftwerke dienen weiterhin als Reserve, insbesondere für industrielle Anforderungen. Die große Entwicklung? Batteriespeicher gewinnen an Bedeutung – ein Zeichen für die Stabilisierung des Netzes in einer von Wind und Sonne dominierten Zukunft.

💸 Warum ist Strom immer noch so teuer?

Trotz des Wachstums günstigerer erneuerbarer Energien zahlen deutsche Haushalte weiterhin hohe Strompreise. Warum? Weil sich der Endpreis nicht nur aus den Erzeugungskosten zusammensetzt. Auch Netzentgelte, Steuern und Abgaben spielen eine große Rolle.

Im Jahr 2025 setzt sich der Strompreis für einen durchschnittlichen Haushalt so zusammen:

  • ~40 % für den Strom selbst
  • ~27 % für Netzentgelte
  • ~33 % für Steuern und Abgaben

Unternehmen – vor allem große Industrieunternehmen – zahlen oft weniger dank Steuervergünstigungen und reduzierter Abgaben. Doch selbst sie sind nicht vor steigenden Beschaffungskosten und Marktschwankungen gefeit.

⚡ Die große Veränderung 2025: Hallo dynamische Tarife

2025 kommt ein echter Game-Changer: Alle Stromanbieter in Deutschland müssen dynamische Stromtarife anbieten. Diese Preise schwanken im Tagesverlauf und sollen Verbraucher dazu animieren, Strom dann zu nutzen, wenn er am günstigsten (und am grünsten) ist. Der Haken? Man braucht einen Smart Meter.

Smart Meter werden derzeit landesweit eingeführt. Bis Ende 2025 sollen mindestens 20 % der Haushalte mit einem Jahresverbrauch von über 6.000 kWh ein solches Gerät installiert haben. Ziel ist ein flexiblerer Verbrauch, eine Entlastung der Spitzenlastzeiten und eine bessere Integration erneuerbarer Energien ins Netz.

🔌 Wer geht voran?

Große Anbieter wie E.ON, Vattenfall, RWE und Greenpeace Energy bieten bereits dynamische Tarife an. Auch technologieorientierte Start-ups wie enjoyelec und aedifion steigen ein und entwickeln smarte Lösungen, um Verbrauchern und Unternehmen beim Einstieg in die Echtzeitpreiswelt zu helfen.

🧭 Wie geht’s weiter?

Ein Blick in die Zukunft zeigt: Deutschlands Energiereise bleibt spannend – mit Chancen und Herausforderungen:

  • 80 % erneuerbarer Strom bis 2030 erfordert einen noch schnelleren Ausbau von Wind- und Solarkraft.
  • Netzflexibilität und Energiespeicherung werden entscheidend sein, um schwankende Einspeisungen auszugleichen.
  • Volatile Strompreise könnten anhalten – beeinflusst durch Gaspreise und steigende Nachfrage (z. B. durch E-Autos und Wärmepumpen).
  • Neue Regulierungen und Marktmechanismen – etwa Kapazitätsmechanismen – werden diskutiert, um langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Auch die Bundestagswahl 2025 könnte Einfluss auf Tempo und Umfang dieser Entwicklungen haben.

🌍 Fazit

Der deutsche Strommarkt steht an einem Wendepunkt: Der Atomausstieg ist vollzogen, die Kohle wird reduziert, und die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Die Einführung dynamischer Preise und smarter Zähler ist ein entscheidender Schritt hin zu einem flexiblen, verbraucherorientierten Energiesystem.

Für energiebewusste Verbraucher und Unternehmen eröffnen sich in den kommenden Jahren völlig neue Möglichkeiten: sei es beim Laden von Elektroautos zur richtigen Zeit oder der Optimierung von Produktionsprozessen nach aktuellen Strompreisen – Flexibilität ist der Schlüssel zur grünen Energiewende in Deutschland.



Spitzenzeiten und Nebenzeiten

Deutschland 2024 – Durchschnittlicher stündlicher Großhandelspreis für Strom (EPEX)



Interpretation der Grafik

Stunde Preis €/kWh Kommentar
20 Uhr 0,132 Höchster Preis des Tages (≈ 90 % über dem Tagestief).
19–21 Uhr 0,122 – 0,128 Abendspitzenblock – anhaltend hohe Preise, da Menschen nach Hause kommen, kochen, E-Autos laden, Licht/Heizung einschalten, während die Solarproduktion nachlässt.
08–09 Uhr 0,115 – 0,116 Morgenspitze – die Nachfrage steigt, wenn Haushalte und Industrie hochfahren, aber die Solarproduktion erst langsam beginnt.
14–15 Uhr 0,069–0,070 Tagestief („Solar-Tal“) – reichlich PV-Strom am Mittag drückt die Preise.
01–05 Uhr 0,075 – 0,087 Ruhiger nächtlicher Verbrauch hält die Preise moderat niedrig, aber nicht so niedrig wie zur Mittagszeit.

Was uns die beiden Spitzen verraten

Spitze Nachfrageseitige Treiber Angebotsseitige Treiber Nettoeffekt
Morgen (08‑09 Uhr) • Menschen stehen auf → Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Duschen, Heizung/
• Öffentlicher Verkehr und Industrie starten
• Konventionelle Kraftwerke dominieren noch → langsamer Hochlauf
• Solar noch nicht auf Volllast
Nachfrage steigt schneller als günstiges Angebot → Preisspitze bei ≈ 0,116 €/kWh
Abend (19‑21 Uhr) • Starker Anstieg der Haushaltsnachfrage (Kochen, Unterhaltung, E-Auto-Ladung)
• Gewerbliche Aktivitäten laufen noch aus
• Solarertrag bricht nach Sonnenuntergang ein
• Wind ist variabel; Gas- und Kohlekraftwerke bestimmen den Preis
Knappes Angebot trifft auf zweite Nachfragespitze des Tages → höchste Preise (bis zu 0,132 €/kWh)

Warum das Mittags-Tal tiefer ist als die Nachtstunden

* Großflächige und dezentrale PV-Anlagen speisen zwischen 12 Uhr und 15 Uhr große Mengen Strom mit nahezu null Grenzkosten ein.
* Industrieprozesse mit flexibler Last verlagern ihren Verbrauch zunehmend auf die Mittagszeit.
* Nachts fehlt PV und ein größerer Anteil steuerbarer Kraftwerke (Gas, Kohle, Biomasse) deckt die Grundlast und Systemdienste, was einen höheren Mindestpreis (≈ 0,075–0,087 €/kWh) zur Folge hat.


Folgerungen

Für… Praktische Erkenntnis
Haushalte/E‑Mobilität Wenn Ihr Tarif Spotpreise abbildet, planen Sie energieintensive Tätigkeiten (Spülmaschine, Wäsche, E-Auto-Ladung) für 13‑15 Uhr oder nach Mitternacht statt 18‑21 Uhr; Sie könnten die Energiekosten pro kWh um 40‑50 % gegenüber dem Abendpeak senken.
Industrie & Großspeicher Die \~6 ct/kWh-Spanne zwischen 15 Uhr und 20 Uhr stärkt das Geschäftsmodell für Lastverschiebung, intelligentes Laden und Batteriespeicher-Arbitrage.
Politik & Netzplanung Ständige Abendspitzen zeigen, dass zusätzliche flexible Kapazitäten oder Anreize zur Lastverschiebung nach Sonnenuntergang entscheidend bleiben, während Deutschland mehr solarbasierte Erneuerbare integriert.

Fazit: Die zwei ausgeprägten Spitzen in der Grafik sind ein klassisches „Duck-Curve“-Verhalten in einem solarstarken System: Die Nachfrage steigt am Morgen und noch stärker am frühen Abend, wenn die Solarproduktion wegfällt. Der Mittag bietet nun im Schnitt den günstigsten Strom – ideal für flexiblen Verbrauch.