Aktueller Preis
0.1463 €/kWh
23:45 - 00:00
Mindestpreis
0.0101 €/kWh
14:00 - 14:15
Durchschnittlicher Preis
0.1281 €/kWh
00:00 - 24:00
Maximaler Preis
0.2470 €/kWh
19:45 - 20:00

Strompreise - Deutschland

Diese Tabelle/dieses Diagramm zeigt die Preise der EPEX Spotbörse für die Gebotszone Deutschland im Day-Ahead-Markt, angegeben in lokaler Zeit (Europe/Berlin)
Zeitraum Heute
€/kWh
Morgen
€/kWh
00:00 - 00:15 0.1463 0.1688
00:15 - 00:30 0.1419 0.1522
00:30 - 00:45 0.1370 0.1512
00:45 - 01:00 0.1341 0.1438
01:00 - 01:15 0.1380 0.1513
01:15 - 01:30 0.1344 0.1445
01:30 - 01:45 0.1354 0.1439
01:45 - 02:00 0.1326 0.1392
02:00 - 02:15 0.1336 0.1408
02:15 - 02:30 0.1318 0.1403
02:30 - 02:45 0.1314 0.1392
02:45 - 03:00 0.1309 0.1358
03:00 - 03:15 0.1293 0.1344
03:15 - 03:30 0.1288 0.1360
03:30 - 03:45 0.1295 0.1383
03:45 - 04:00 0.1316 0.1397
04:00 - 04:15 0.1287 0.1392
04:15 - 04:30 0.1312 0.1397
04:30 - 04:45 0.1336 0.1425
04:45 - 05:00 0.1374 0.1513
05:00 - 05:15 0.1391 0.1518
05:15 - 05:30 0.1417 0.1527
05:30 - 05:45 0.1447 0.1560
05:45 - 06:00 0.1517 0.1674
06:00 - 06:15 0.1649 0.1666
06:15 - 06:30 0.1714 0.1744
06:30 - 06:45 0.1734 0.1708
06:45 - 07:00 0.1672 0.1719
07:00 - 07:15 0.1736 0.1781
07:15 - 07:30 0.1669 0.1723
07:30 - 07:45 0.1618 0.1720
07:45 - 08:00 0.1556 0.1548
08:00 - 08:15 0.1673 0.1780
08:15 - 08:30 0.1570 0.1681
08:30 - 08:45 0.1502 0.1571
08:45 - 09:00 0.1256 0.1428
09:00 - 09:15 0.1631 0.1742
09:15 - 09:30 0.1347 0.1566
09:30 - 09:45 0.1242 0.1341
09:45 - 10:00 0.1185 0.1212
10:00 - 10:15 0.1280 0.1435
10:15 - 10:30 0.1171 0.1224
10:30 - 10:45 0.1093 0.1176
10:45 - 11:00 0.0888 0.1146
11:00 - 11:15 0.0901 0.1139
11:15 - 11:30 0.0745 0.1068
11:30 - 11:45 0.0625 0.0981
11:45 - 12:00 0.0517 0.0962
12:00 - 12:15 0.0424 0.0950
12:15 - 12:30 0.0251 0.0857
12:30 - 12:45 0.0214 0.0850
12:45 - 13:00 0.0152 0.0836
13:00 - 13:15 0.0233 0.0820
13:15 - 13:30 0.0201 0.0806
13:30 - 13:45 0.0113 0.0723
13:45 - 14:00 0.0109 0.0710
14:00 - 14:15 0.0101 0.0817
14:15 - 14:30 0.0134 0.0843
14:30 - 14:45 0.0260 0.0850
14:45 - 15:00 0.0407 0.0853
15:00 - 15:15 0.0414 0.0964
15:15 - 15:30 0.0588 0.1016
15:30 - 15:45 0.0680 0.1171
15:45 - 16:00 0.0751 0.1228
16:00 - 16:15 0.0882 0.1195
16:15 - 16:30 0.0962 0.1235
16:30 - 16:45 0.1066 0.1241
16:45 - 17:00 0.1203 0.1427
17:00 - 17:15 0.1171 0.1372
17:15 - 17:30 0.1238 0.1494
17:30 - 17:45 0.1456 0.1659
17:45 - 18:00 0.1727 0.1673
18:00 - 18:15 0.1552 0.1560
18:15 - 18:30 0.1628 0.1564
18:30 - 18:45 0.1707 0.1763
18:45 - 19:00 0.1875 0.2136
19:00 - 19:15 0.1776 0.1704
19:15 - 19:30 0.1898 0.2012
19:30 - 19:45 0.2087 0.2369
19:45 - 20:00 0.2470 0.3036
20:00 - 20:15 0.2073 0.2400
20:15 - 20:30 0.2014 0.2487
20:30 - 20:45 0.1945 0.2411
20:45 - 21:00 0.1995 0.2302
21:00 - 21:15 0.1965 0.2397
21:15 - 21:30 0.1889 0.2141
21:30 - 21:45 0.1848 0.2036
21:45 - 22:00 0.1730 0.1909
22:00 - 22:15 0.1841 0.1987
22:15 - 22:30 0.1756 0.1814
22:30 - 22:45 0.1730 0.1849
22:45 - 23:00 0.1650 0.1755
23:00 - 23:15 0.1666 0.1709
23:15 - 23:30 0.1600 0.1665
23:30 - 23:45 0.1557 0.1631
23:45 - 00:00 0.1463 0.1518


Deutschlands sich wandelnder Strommarkt

Deutschlands Energiesektor befindet sich im rasanten Wandel – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit der endgültigen Abschaltung der Atomkraftwerke im Jahr 2023 und dem kometenhaften Aufstieg der erneuerbaren Energien steuert das Land entschlossen in eine CO₂-arme Zukunft. Werfen wir einen Blick darauf, was diesen Wandel antreibt und was er für Haushalte, Unternehmen und den Energiemarkt bedeutet.

☀️ Von Kohle zu sauber: Ein Wandel der Energiequellen

2023 war ein historisches Jahr: Deutschland verabschiedete sich endgültig von der Kernenergie. An ihre Stelle treten nun erneuerbare Energien wie Wind- und Solarstrom. Bis 2024 stammten über 60 % der öffentlichen Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen – angeführt von der Windkraft (vor allem an Land), gefolgt vom rasanten Wachstum der Solarenergie.

Doch ganz ohne fossile Brennstoffe geht es noch nicht. Braunkohle und Steinkohle spielen weiterhin eine Rolle, auch wenn ihr Anteil stetig sinkt. Gaskraftwerke dienen weiterhin als Reserve, insbesondere für industrielle Anforderungen. Die große Entwicklung? Batteriespeicher gewinnen an Bedeutung – ein Zeichen für die Stabilisierung des Netzes in einer von Wind und Sonne dominierten Zukunft.

💸 Warum ist Strom immer noch so teuer?

Trotz des Wachstums günstigerer erneuerbarer Energien zahlen deutsche Haushalte weiterhin hohe Strompreise. Warum? Weil sich der Endpreis nicht nur aus den Erzeugungskosten zusammensetzt. Auch Netzentgelte, Steuern und Abgaben spielen eine große Rolle.

Im Jahr 2025 setzt sich der Strompreis für einen durchschnittlichen Haushalt so zusammen:

  • ~40 % für den Strom selbst
  • ~27 % für Netzentgelte
  • ~33 % für Steuern und Abgaben

Unternehmen – vor allem große Industrieunternehmen – zahlen oft weniger dank Steuervergünstigungen und reduzierter Abgaben. Doch selbst sie sind nicht vor steigenden Beschaffungskosten und Marktschwankungen gefeit.

⚡ Die große Veränderung 2025: Hallo dynamische Tarife

2025 kommt ein echter Game-Changer: Alle Stromanbieter in Deutschland müssen dynamische Stromtarife anbieten. Diese Preise schwanken im Tagesverlauf und sollen Verbraucher dazu animieren, Strom dann zu nutzen, wenn er am günstigsten (und am grünsten) ist. Der Haken? Man braucht einen Smart Meter.

Smart Meter werden derzeit landesweit eingeführt. Bis Ende 2025 sollen mindestens 20 % der Haushalte mit einem Jahresverbrauch von über 6.000 kWh ein solches Gerät installiert haben. Ziel ist ein flexiblerer Verbrauch, eine Entlastung der Spitzenlastzeiten und eine bessere Integration erneuerbarer Energien ins Netz.

🔌 Wer geht voran?

Große Anbieter wie E.ON, Vattenfall, RWE und Greenpeace Energy bieten bereits dynamische Tarife an. Auch technologieorientierte Start-ups wie enjoyelec und aedifion steigen ein und entwickeln smarte Lösungen, um Verbrauchern und Unternehmen beim Einstieg in die Echtzeitpreiswelt zu helfen.

🧭 Wie geht’s weiter?

Ein Blick in die Zukunft zeigt: Deutschlands Energiereise bleibt spannend – mit Chancen und Herausforderungen:

  • 80 % erneuerbarer Strom bis 2030 erfordert einen noch schnelleren Ausbau von Wind- und Solarkraft.
  • Netzflexibilität und Energiespeicherung werden entscheidend sein, um schwankende Einspeisungen auszugleichen.
  • Volatile Strompreise könnten anhalten – beeinflusst durch Gaspreise und steigende Nachfrage (z. B. durch E-Autos und Wärmepumpen).
  • Neue Regulierungen und Marktmechanismen – etwa Kapazitätsmechanismen – werden diskutiert, um langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Auch die Bundestagswahl 2025 könnte Einfluss auf Tempo und Umfang dieser Entwicklungen haben.

🌍 Fazit

Der deutsche Strommarkt steht an einem Wendepunkt: Der Atomausstieg ist vollzogen, die Kohle wird reduziert, und die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Die Einführung dynamischer Preise und smarter Zähler ist ein entscheidender Schritt hin zu einem flexiblen, verbraucherorientierten Energiesystem.

Für energiebewusste Verbraucher und Unternehmen eröffnen sich in den kommenden Jahren völlig neue Möglichkeiten: sei es beim Laden von Elektroautos zur richtigen Zeit oder der Optimierung von Produktionsprozessen nach aktuellen Strompreisen – Flexibilität ist der Schlüssel zur grünen Energiewende in Deutschland.



Spitzenzeiten und Nebenzeiten

Deutschland 2024 – Durchschnittlicher stündlicher Großhandelspreis für Strom (EPEX)



Interpretation der Grafik

Stunde Preis €/kWh Kommentar
20 Uhr 0,132 Höchster Preis des Tages (≈ 90 % über dem Tagestief).
19–21 Uhr 0,122 – 0,128 Abendspitzenblock – anhaltend hohe Preise, da Menschen nach Hause kommen, kochen, E-Autos laden, Licht/Heizung einschalten, während die Solarproduktion nachlässt.
08–09 Uhr 0,115 – 0,116 Morgenspitze – die Nachfrage steigt, wenn Haushalte und Industrie hochfahren, aber die Solarproduktion erst langsam beginnt.
14–15 Uhr 0,069–0,070 Tagestief („Solar-Tal“) – reichlich PV-Strom am Mittag drückt die Preise.
01–05 Uhr 0,075 – 0,087 Ruhiger nächtlicher Verbrauch hält die Preise moderat niedrig, aber nicht so niedrig wie zur Mittagszeit.

Was uns die beiden Spitzen verraten

Spitze Nachfrageseitige Treiber Angebotsseitige Treiber Nettoeffekt
Morgen (08‑09 Uhr) • Menschen stehen auf → Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Duschen, Heizung/
• Öffentlicher Verkehr und Industrie starten
• Konventionelle Kraftwerke dominieren noch → langsamer Hochlauf
• Solar noch nicht auf Volllast
Nachfrage steigt schneller als günstiges Angebot → Preisspitze bei ≈ 0,116 €/kWh
Abend (19‑21 Uhr) • Starker Anstieg der Haushaltsnachfrage (Kochen, Unterhaltung, E-Auto-Ladung)
• Gewerbliche Aktivitäten laufen noch aus
• Solarertrag bricht nach Sonnenuntergang ein
• Wind ist variabel; Gas- und Kohlekraftwerke bestimmen den Preis
Knappes Angebot trifft auf zweite Nachfragespitze des Tages → höchste Preise (bis zu 0,132 €/kWh)

Warum das Mittags-Tal tiefer ist als die Nachtstunden

* Großflächige und dezentrale PV-Anlagen speisen zwischen 12 Uhr und 15 Uhr große Mengen Strom mit nahezu null Grenzkosten ein.
* Industrieprozesse mit flexibler Last verlagern ihren Verbrauch zunehmend auf die Mittagszeit.
* Nachts fehlt PV und ein größerer Anteil steuerbarer Kraftwerke (Gas, Kohle, Biomasse) deckt die Grundlast und Systemdienste, was einen höheren Mindestpreis (≈ 0,075–0,087 €/kWh) zur Folge hat.


Folgerungen

Für… Praktische Erkenntnis
Haushalte/E‑Mobilität Wenn Ihr Tarif Spotpreise abbildet, planen Sie energieintensive Tätigkeiten (Spülmaschine, Wäsche, E-Auto-Ladung) für 13‑15 Uhr oder nach Mitternacht statt 18‑21 Uhr; Sie könnten die Energiekosten pro kWh um 40‑50 % gegenüber dem Abendpeak senken.
Industrie & Großspeicher Die \~6 ct/kWh-Spanne zwischen 15 Uhr und 20 Uhr stärkt das Geschäftsmodell für Lastverschiebung, intelligentes Laden und Batteriespeicher-Arbitrage.
Politik & Netzplanung Ständige Abendspitzen zeigen, dass zusätzliche flexible Kapazitäten oder Anreize zur Lastverschiebung nach Sonnenuntergang entscheidend bleiben, während Deutschland mehr solarbasierte Erneuerbare integriert.

Fazit: Die zwei ausgeprägten Spitzen in der Grafik sind ein klassisches „Duck-Curve“-Verhalten in einem solarstarken System: Die Nachfrage steigt am Morgen und noch stärker am frühen Abend, wenn die Solarproduktion wegfällt. Der Mittag bietet nun im Schnitt den günstigsten Strom – ideal für flexiblen Verbrauch.